E-Mail
Sitemap
Soziale Medien
Startseite > Focus Pictures
Textsprechen – Workshop an der XISU im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft Münster – Xi’an (GIP)

Jun 15, 2018  |  BROWSE TIMES:  |  LOCATION:

Von 19. bis 23. März 2018 fand das Workshop im Rahmen von GIP an der XISU erfolgreich statt. Das Hauptthema ist"Textsprechen odervon der Interpretation zur Rezitation: Goethe, Heine, Jandl, Gernhardt und Co. ". Der Leiter des Workshops, Herr Dr. Ortwin Lämke, ist Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Rhetorik, Kommunikation und Theaterpraxis an der Universtät Münster. Herr Lämke verband die theoretischen Grundlagen durch Beispiele mit praktischen Übungen, damit die anwesenden Studierenden und Lehrenden die Anziehungskraft und die Bedeutung der Literaturwissenschaft leichter verstanden.

Theoretisch erklärte Herr Dr. Lämke Folgendes:

1. Was sind Versfüße und welche Funktionen und Einflüsse hat die Stimme als ein Mediumlinguistisch, paralinguistisch und extralinguistisch gesehen?

Mit Gedichten von Heinrich Heine wurden die Bedeutung der Versfüße und der Einfluss des Wechsels der Stimmen auf die Interpretation und die Rezitation erläutert. Die Methode, mit unterschiedlichen Stimmen das Verständnis für die Gedichte zu vertiefen, kam bei den Anwesenden an, weil sie motiviert wurden und demnach eine tiefere Erkenntnis zu den Gedichten bekamen.

2. Mit Hilfe der Theorien Dieter Burdorts und Karl Otto Conradys diskutierte Herr Dr. Lämke mit den TeilnehmerInnen über die Definitionen und die Mermale der Lyrik sowie die Frage, ob die Gedichte in der Werbung zur Lyrik gehören. Mit der Anleitung von Herrn Lämke lernten alle, mit unterschiedlichen Stimmen die Wörter im GedichtKrachmachertag vorzulesen. Sie lernten auch mit ihren eigenen Stimmen das Gedicht besser zu sprechen und zu interpretieren.

3. Herr Lämke erklärte auch die Theorien von Jan Borkowski und Simone Winko über die Stimmen in Text und Textstruktur sowie außerhalb des Textes. Er zeigte beispielsweise ein Gedicht von J. W. von Goethe, und alle interpretierten zusammen den Sprecher 1 in der textinternen Kommunikationsinstanz und den Sprecher 2 in der textexternen Kommunikationsinstanz. Außerdem rezitierte Herr Lämke mit allen zuammen mit unterschiedlichen Stimmen - z.B mit betrunkener, nachrichtlicher Stimme - das Gedicht. Der Wechsel der Stimmen ermöglicht den Lesern, das Gedicht auf unterschiedliche Weise zu analysieren.

4. Gedichte können mit mehreren Zeilen die ganze Geschichte oder die Situation des Krieges wiedergeben. Herr Lämke nannte das GedichtZur Jagdvon Sabine Scho als ein Bespiel, das den Einfluss der amerikanischen Präsidenten auf die globale Lage - die Abwechslung von Krieg und Frieden - darstellte.

5. Gedichte können auf unterschiedliche Weise interpretiert werden. Die Anwesenden lasen das GedichtEigentlich ein schöner Tagvon Ernst Jandl als ein Beispiel vor. Derselbe Inhalt wurde mit mehreren Stimmen ganz unterschiedlich vermittelt. Aus Ernst Jandls GedichtOttos mops sahen sie ein, dass das Gedicht nicht nur die Geschichte von einem Kind und einem Hund erzählt, sondern auch die Beziehungen zwischen dem Vater und dem Sohn schildert. Mit der Methode, die Gedichte vorzulesen und dann zu analysieren, kannten alle den Weg "von der Interpretation zur Rezitation".

Das Workshop dauerte eine Woche. Herr Dr. Lämke setzte die Theorien in praktische Erfahrungen um, indem er die literarischen Grundlagen mit den Werken von Frierich Heine, J.W. Goethe, Ernst Jandl und RobertGernhardt verband. Die behandelten Gedichte zeigen das Panorama der Lyrik von der Weimarer Klassik bis zur Romantik, der Lyrik um die Märzrevolution und der modernen Lyrik im 20. und 21. Jahrhundert. Das Workshop machte den anwesenden Lehrenden und Studierenden viel Spaß, und sie lernten auch viel dadurch, dass sie Rollen spielten und die Gedichte interpretierten und rezitierten.

Das Workshop zog Prof. Dr. NIE Jun, Prof. Dr. ZHANG Shisheng und einige Lehrende aus anderen Universitäten an. Die Lehrerinnen der Fakultät, Dr. MA Yan, Dr. REN Wanyu, Dr. YOU Jie, Prof. Dr. HOU Suqin und die MasterstudentInnen der Fakultät für Deutsch nahmen sehr aktiv an dem Workshop teil.

Link:

Die Germanistische Institutspartnerschaft ist ein internationales Austauschprogramm, das von der deutschen Regierung unterstützt und von DAAD durchgesetzt wird. Das Ziel des Programms ist, die Germanistische Institute der Hochschulen in Deutschland zu fördern, damit sie die Entwicklung der Fakultät der potenziellen und einflussreichen Partneruniversitäten im Ausland unterstützen.

Die Germanistische Institutspartnerschaft zwischen Münster – Xi'an ist im Janur 2017 von DAAD genehmigt worden.